Eisenbahnjubiläum --
Kühl: Rheinland-Pfalz-Takt weiter ausbauen
Mainz. (red). 8. Juni 2008. „Das Verkehrsmittel Eisenbahn hat Zukunft! Rheinland-Pfalz setzt auf den Ausbau des Rheinland-Pfalz-Taktes. Das gilt auch für die Strecke Bingen - Bad Kreuznach“, betonte der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Carsten Kühl bei der Fahrt zum 150-jährigen Jubiläum der Bahnlinie Bingen - Bad Kreuznach.
Am 15. Juli 1858 wurde der erste Abschnitt der Nahestrecke von Bingen nach Bad Kreuznach durch die Rhein-Nahe-Eisenbahngesellschaft eröffnet. In den Jahren 1859 und 1860 folgten weitere Abschnitte der Nahestrecke, so dass eine durchgehende Verbindung vom damaligen Bahnhof Bingerbrück (heute Bingen Hbf) nach Saarbrücken entstand. Die ersten Pläne hierzu gab es bereits im Jahr 1839.
Die Erwartungen in die Strecke wurden in der Anfangsphase nicht erfüllt, so dass zu keiner Zeit eine Dividende erzielt werden konnte. Aus diesem Grund und aufgrund der hohen strategischen Bedeutung der Strecke übernahm der preußische Staat die Strecke im Jahr 1881 und erweiterte sie um ein zweites Gleis. Auch der Anschluss dieser Strecke an die von 1913 bis 1915 erbaute Hindenburgbrücke nach Rüdesheim erfolgte aus strategischen Gesichtspunkten.
Die Hindenburgbrücke wurde 1945 zerstört. Mit dem Siegeszug des Automobils im Nachkriegsdeutschland sank die Bedeutung der Strecke Bingen - Bad Kreuznach. Der letzte planmäßige Dampfzug auf dieser Strecke fuhr im Herbst 1975. Das Angebot auf dieser Strecke wurde in den folgenden Jahren schrittweise ausgedünnt.
Eine erste Trendwende in der Entwicklung der Strecke habe die Einführung des Rheinland-Pfalz-Taktes gebracht, hob Kühl hervor. Das Angebot auf der gesamten Nahestrecke, aber auch im Abschnitt Bingen - Bad Kreuznach, sei systematisiert und ausgeweitet worden. Die Fahrgastzahlen stiegen seitdem wieder an.
Der Rheinland-Pfalz-Takt stehe für moderne Bahnhöfe, attraktive Fahrzeiten, ein vertaktetes Verkehrsangebot, bequeme Fahrzeuge und eine nahezu flächendeckende Verbundstruktur, erläuterte der Staatssekretär. Im Bereich der Fahrgäste habe es Zuwächse von mehr als 90 Prozent gegeben, das Zugangebot sei um 50 Prozent ausgeweitet worden. (Internet: www.der-takt.de)
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