Kulturstaatsminister Bernd Neumann will deutsches Filmerbe besser sichern
Berlin. (red). 13. März 2008. Anlässlich der Debatte des Bundestages zur dauerhaften Sicherung des deutschen Filmerbes erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann:
"Die heutige Debatte macht eines deutlich: Film gehört ebenso wie das Buch zu unserem kulturellen Erbe, das wir bewahren müssen. Defizite bei der Archivierung hängen auch damit zusammen, das man Film lange nicht als kulturelles Gut angesehen hat. Die parteiübergreifende Initiative zur vollständigen Archivierung von Filmen begrüße ich daher sehr."
Staatsminister Bernd Neumann kündigte an, die Hinterlegung von Filmkopien künftig gesetzlich sicherzustellen: "Im Rahmen der anstehenden Novellierung des Bundesarchivgesetzes habe ich eine umfassende gesetzliche Hinterlegungspflicht für Kinofilme im Bundesarchiv als zentralem deutschen Filmarchiv vorgesehen. Ein Entwurf dazu befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung. Die Sicherung des nationalen Filmerbes könnte daher noch in diesem Jahr im Bundesarchivgesetz gesetzlich verankert werden, einer Zustimmung der Länder bedarf es nicht. Eine 2004 vereinbarte ´Selbstverpflichtung der Filmwirtschaft´ hat zwar dazu geführt, dass von jedem Film, der von Bund oder Ländern gefördert wird, eine Pflichtkopie hinterlegt wird. Eine komplette Archivierung wurde aber nicht erreicht. Dies wollen wir mit dem neuen Bundesarchivgesetz ändern."
Daneben teilte Kulturstaatsminister Bernd Neumann mit, dass er bereits konkrete Schritte zur Vorbereitung der Unterzeichnung und Ratifizierung des Europäischen Übereinkommens zum Schutz des audiovisuellen Erbes eingeleitet habe. Das 2001 initiierte Übereinkommen ist erst 2008 in Kraft getreten und damit für die beigetretenen Staaten verbindlich. Die deutsche Unterzeichnung soll noch im Sommer 2008 erfolgen.
Im Zusammenhang mit der Filmarchivierung wies Staatsminister Bernd Neumann auch auf eine vom Kinematheksverbund bereits erstellte, maßgeblich bundesfinanzierte und auf CD-ROM veröffentlichte nationale Filmographie von 17.905 deutschen programmfüllenden Spielfilmen von 1985 bis 1998 hin. An einer entsprechenden Datei über Dokumentar- und Kurzformate wird momentan noch gearbeitet. Die seit 1998 produzierten deutschen Filme werden vom Filmportal - betreut vom Deutschen Filminstitut (DIF) - erfasst.
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Thursday, March 13, 2008
Kulturstaatsminister Bernd Neumann eröffnet Dani Karavan-Retrospektive: Ein politischer Künstler und Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel
Kulturstaatsminister Bernd Neumann eröffnet Dani Karavan-Retrospektive: Ein politischer Künstler und Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel
Berlin. (red). 13. März 2008. Staatsminister Bernd Neumann hat die Dani-Karavan-Retrospektive im Berliner Martin-Gropius-Bau mit einer Laudatio auf den israelischen Künstler eröffnet.
"Dani Karavan genießt als ein zutiefst politischer Künstler und Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel höchste Wertschätzung. Viele seiner Ideen hat er in eindrucksvolle Bilder umgesetzt." Kulturstaatsminister Bernd Neumann hob hervor, dass das Tel Aviv Museum of Art mit der Retrospektive des Schaffens von Dani Karavan zum ersten Mal eine Ausstellung in Deutschland präsentiert und dabei mit der Nationalgalerie und dem Martin-Gropius-Bau zusammen arbeitet: "Die Ausstellung ist gerade in dieser Kooperation ein würdiger Beitrag zum 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel."
Die Retrospektive in 20 Räumen des Martin-Gropius-Baus gibt nicht nur einen Überblick über die Entwicklung des künstlerischen Schaffens von Karavan mit allen wichtigen Werkphasen und Hauptwerken. "Die Ausstellung wird auch ein eigenes Kunstwerk sein, denn der Künstler hat sie selbst inszeniert und mit dem Martin-Gropius-Bau und seiner wechselvollen Geschichte in Beziehung gesetzt", betonte Kulturstaatsminister Bernd Neumann in seiner Eröffnungsrede.
Mit Blick auf den Entwurf Karavans für das Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma Europas sagte Staatsminister Bernd Neumann: "Wir haben einen langen und schwierigen Weg zurückgelegt und uns nun auf eine Inschrift und eine textliche Interpretation geeinigt, die von allen Opferverbänden akzeptiert werden kann. Sie, lieber Herr Karavan, haben dabei mit großer Geduld entscheidend geholfen und dem Kompromiss zugestimmt, jetzt wollen wir so bald wie möglich mit dem Bau beginnen. Ich hoffe, dass wir noch in diesem Halbjahr den Grundstein legen werden, denn eine weitere Verzögerung kann nicht im Sinne der Angehörigen der Opfer sein, die schon so lange auf ihr Mahnmal warten."
Dani Karavan, der heute in Paris und Tel Aviv lebt, wurde 1930 geboren. Er avancierte zu einem international anerkannten Künstler. Seit seiner Teilnahme an der documenta 6 in Kassel 1977 wurde Deutschland zu einem der wichtigsten Orte seiner künstlerischen Arbeit.
Die Ausstellung ist vom 14. März bis zum 1. Juni im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen
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Berlin. (red). 13. März 2008. Staatsminister Bernd Neumann hat die Dani-Karavan-Retrospektive im Berliner Martin-Gropius-Bau mit einer Laudatio auf den israelischen Künstler eröffnet.
"Dani Karavan genießt als ein zutiefst politischer Künstler und Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel höchste Wertschätzung. Viele seiner Ideen hat er in eindrucksvolle Bilder umgesetzt." Kulturstaatsminister Bernd Neumann hob hervor, dass das Tel Aviv Museum of Art mit der Retrospektive des Schaffens von Dani Karavan zum ersten Mal eine Ausstellung in Deutschland präsentiert und dabei mit der Nationalgalerie und dem Martin-Gropius-Bau zusammen arbeitet: "Die Ausstellung ist gerade in dieser Kooperation ein würdiger Beitrag zum 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel."
Die Retrospektive in 20 Räumen des Martin-Gropius-Baus gibt nicht nur einen Überblick über die Entwicklung des künstlerischen Schaffens von Karavan mit allen wichtigen Werkphasen und Hauptwerken. "Die Ausstellung wird auch ein eigenes Kunstwerk sein, denn der Künstler hat sie selbst inszeniert und mit dem Martin-Gropius-Bau und seiner wechselvollen Geschichte in Beziehung gesetzt", betonte Kulturstaatsminister Bernd Neumann in seiner Eröffnungsrede.
Mit Blick auf den Entwurf Karavans für das Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma Europas sagte Staatsminister Bernd Neumann: "Wir haben einen langen und schwierigen Weg zurückgelegt und uns nun auf eine Inschrift und eine textliche Interpretation geeinigt, die von allen Opferverbänden akzeptiert werden kann. Sie, lieber Herr Karavan, haben dabei mit großer Geduld entscheidend geholfen und dem Kompromiss zugestimmt, jetzt wollen wir so bald wie möglich mit dem Bau beginnen. Ich hoffe, dass wir noch in diesem Halbjahr den Grundstein legen werden, denn eine weitere Verzögerung kann nicht im Sinne der Angehörigen der Opfer sein, die schon so lange auf ihr Mahnmal warten."
Dani Karavan, der heute in Paris und Tel Aviv lebt, wurde 1930 geboren. Er avancierte zu einem international anerkannten Künstler. Seit seiner Teilnahme an der documenta 6 in Kassel 1977 wurde Deutschland zu einem der wichtigsten Orte seiner künstlerischen Arbeit.
Die Ausstellung ist vom 14. März bis zum 1. Juni im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen
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