Kulturstaatsminister Bernd Neumann eröffnet Dani Karavan-Retrospektive: Ein politischer Künstler und Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel
Berlin. (red). 13. März 2008. Staatsminister Bernd Neumann hat die Dani-Karavan-Retrospektive im Berliner Martin-Gropius-Bau mit einer Laudatio auf den israelischen Künstler eröffnet.
"Dani Karavan genießt als ein zutiefst politischer Künstler und Brückenbauer zwischen Deutschland und Israel höchste Wertschätzung. Viele seiner Ideen hat er in eindrucksvolle Bilder umgesetzt." Kulturstaatsminister Bernd Neumann hob hervor, dass das Tel Aviv Museum of Art mit der Retrospektive des Schaffens von Dani Karavan zum ersten Mal eine Ausstellung in Deutschland präsentiert und dabei mit der Nationalgalerie und dem Martin-Gropius-Bau zusammen arbeitet: "Die Ausstellung ist gerade in dieser Kooperation ein würdiger Beitrag zum 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel."
Die Retrospektive in 20 Räumen des Martin-Gropius-Baus gibt nicht nur einen Überblick über die Entwicklung des künstlerischen Schaffens von Karavan mit allen wichtigen Werkphasen und Hauptwerken. "Die Ausstellung wird auch ein eigenes Kunstwerk sein, denn der Künstler hat sie selbst inszeniert und mit dem Martin-Gropius-Bau und seiner wechselvollen Geschichte in Beziehung gesetzt", betonte Kulturstaatsminister Bernd Neumann in seiner Eröffnungsrede.
Mit Blick auf den Entwurf Karavans für das Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma Europas sagte Staatsminister Bernd Neumann: "Wir haben einen langen und schwierigen Weg zurückgelegt und uns nun auf eine Inschrift und eine textliche Interpretation geeinigt, die von allen Opferverbänden akzeptiert werden kann. Sie, lieber Herr Karavan, haben dabei mit großer Geduld entscheidend geholfen und dem Kompromiss zugestimmt, jetzt wollen wir so bald wie möglich mit dem Bau beginnen. Ich hoffe, dass wir noch in diesem Halbjahr den Grundstein legen werden, denn eine weitere Verzögerung kann nicht im Sinne der Angehörigen der Opfer sein, die schon so lange auf ihr Mahnmal warten."
Dani Karavan, der heute in Paris und Tel Aviv lebt, wurde 1930 geboren. Er avancierte zu einem international anerkannten Künstler. Seit seiner Teilnahme an der documenta 6 in Kassel 1977 wurde Deutschland zu einem der wichtigsten Orte seiner künstlerischen Arbeit.
Die Ausstellung ist vom 14. März bis zum 1. Juni im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen
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