Saturday, September 13, 2008

Tag des offenen Denkmals: Geschichte zum Anfassen

Tag des offenen Denkmals: Geschichte zum Anfassen

Berlin. (red). 12. September 2008. Kommenden Sonntag ist es wieder soweit. Rund 10.000 Denkmale in ganz Deutschland laden zum Entdecken ein. Im Mittelpunkt stehen diesmal Archäologie und Bauforschung.

Ausgrabungsstätten erkunden, in alten Kellergewölben stöbern oder Restauratoren über die Schulter schauen - das Programm zum "Tag des offenen Denkmals" bietet für jeden etwas.


Tausende historische Bauwerke öffnen ihre sonst meist verschlossenen Türen. Zu bestaunen sind Burgen und Kirchen ebenso wie historische Stadtbefestigungen, alte Mühlen oder Bunker.

Streifzüge in die Vergangenheit

Unter dem Motto "Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und Bauforschung" laden sie zu Streifzügen in die Vergangenheit ein. Das nötige Wissen dazu vermitteln Führungen und Veranstaltungen am Denkmaltag. Außerdem erläutern Fachleute aus Denkmalpflege und Archäologie an konkreten Projekten ihre Arbeitsweisen und -techniken.

Eine europaweite Initiative

Der "Tag des offenen Denkmals" ist der deutsche Beitrag zu den "European Heritage Days". Er findet seit 1993 jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt. Koordiniert wird er von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Ziel der Initiative ist es, Menschen in allen Teilen des Landes mit dem Reichtum des kulturellen Erbes bekannt zu machen. Außerdem sollen die Aktionen das Interesse für Denkmalschutz und Denkmalpflege wecken.

Jedes Jahr mehr Besucher

Bisher haben jedes Jahr Millionen von Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit genutzt, am "Tag des offenen Denkmals" sonst oft unzugängliche Denkmale kennen zu lernen. Im vergangenen Jahr nahmen 5,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger das breitgefächerte Angebot wahr.

Bund fördert Denkmalpflege und Denkmalschutz

Die Erhaltung national bedeutsamer Kulturdenkmale ist ein Schwerpunkt der Kulturpolitik des Bundes - auch wenn Denkmalschutz und Denkmalpflege in erster Linie Aufgaben der Länder sind.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert "National wertvolle Kulturdenkmäler" jährlich mit rund 11 Millionen Euro. Ein Sonderinvestitionsprogramm in Höhe von 400 Millionen Euro ermöglicht es in den kommenden Jahren, bedeutende Bauten und Kultureinrichtungen wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten oder die Klassik Stiftung Weimar zu sanieren und zu erhalten.

Aber auch die Pflege und Erhaltung zahlreicher kleinerer Denkmale soll unterstützt werden. Der Beauftragte für Kultur und Medien wird für ein entsprechendes Denkmalschutz-Sonderprogramm nach Kofinanzierung durch die Länder in den kommenden zwei Jahren 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

3mnewswire.org

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