Saturday, September 13, 2008

Postbank-Teilverkauf: Kniefall vor den Aktionärs-Interessen

Postbank-Teilverkauf: Kniefall vor den Aktionärs-Interessen

Berlin. 12. September 2008. Der Teilverkauf der Postbank steht offenbar bevor. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hält den Teilverkauf der Postbank an die Deutsche Bank für einen so wörtlich „überflüssigen Schritt“, bei dem mittelfristig eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in Gefahr gerate.

Die Postbank sei ein grundsolides Institut, das mit seinen Erträgen verlässlich zum Gesamterfolg des Postkonzerns beigetragen habe. "Der Teilverkauf ist ein Kniefall vor den Interessen der Aktionäre", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis am Freitag in Bonn.


Spätestens, wenn die Deutsche Bank ihren Anteil an dem Institut aufstocke, würden auch Arbeitsplätze bei der Postbank in Mitleidenschaft gezogen. Schließlich habe bislang noch jede Großfusion auf dem deutschen Bankenmarkt zu Arbeitsplatzverlusten geführt. Jüngstes Beispiel sei die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank.

Auch sei letztlich nicht nachvollziehbar, weshalb die Postbank nun teilweise verkauft werde. "An der Richtigkeit des Arguments, dass Post und Postbank gemeinsam stärker sind, hat sich nichts geändert", sagte Abdrea Kocsis. Offenbar solle nur Kasse gemacht werden.

Die Sprecherin der Gewerkschaft ist enttäuscht vom Verhalten des Bundes. Der größte Einzelaktionär der Post AG habe erneut eine Gelegenheit versäumt, beschäftigungspolitische Akzente zu setzen.

3mnewswire.org

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