Flächendeckende Warnstreiks in sieben Bundesländern - 3.700 Postler legen befristet die Arbeit nieder
Berlin. (red). 5. April 2008. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am Samstag die flächendeckenden Warnstreikmaßnahmen bei der Deutschen Post AG
intensiviert. In insgesamt sieben Bundesländern traten rund 3.700 Beschäftigte in den zeitlich befristeten Ausstand. Betroffen sind Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Schwerpunkte der
Warnstreikmaßnahmen waren abermals die Brief- und Paketzustellung.
Insgesamt konnten rund 3,6 Millionen Briefe und 150.000 Pakete nicht zugestellt werden.
"Die Geschäfte der Deutschen Post AG laufen prächtig. Der Wettbewerb ist durch den Mindestlohn reguliert. Kein Mensch versteht, warum die Post nicht in der Lage ist, uns ein ernsthaftes und einigungsfähiges Angebot vorzulegen", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. ver.di fordert die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis 30. Juni 2011 sowie zehn Arbeitszeitverkürzungstage, um die Arbeitsplätze der 130.000 Tarifbeschäftigten zu sichern.
ver.di kündigte an, in der kommenden Woche den Druck zu erhöhen. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 9. April 2008 in Köln statt.
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