Prowein
Englert: Eindrucksvoller Auftritt der rheinland-pfälzischen Weinwirtschaft
Mainz. (red). 16. März 2008. „Deutschlands Weinland Nummer 1 hat auf der Prowein erneut seine Leistungskraft unter Beweis gestellt“, erklärte der rheinland-pfälzische Weinbaustaatssekretär Siegfried Englert heute bei einem Besuch der Messe in Düsseldorf. „Moderne Betriebe, beste Produktqualität und qualifizierte Winzerinnen und Winzer sind die Basis für eine positive Entwicklung des Weinbaus in Rheinland-Pfalz“, so der Staatssekretär weiter.
Die Prowein in Düsseldorf gilt als Leitmesse für die internationale Wein- und Spirituosenwirtschaft. Im vergangenen Jahr waren 3 058 Aussteller aus 43 Ländern vertreten. Rund ein Viertel der Unternehmen kommt aus Deutschland, davon wiederum mehr als die Hälfte aus Rheinland-Pfalz. Weitere große Ausstellernationen sind Italien, Spanien, Frankreich und Österreich. Insgesamt wurden 2007 31 639 Fachbesucher aus 51 Ländern registriert.
Wein sei ein Kulturgut, unterstrich Englert. Der gute Ruf und die regionale Herkunft des Weines trügen deutlich zur Wertschätzung durch den Verbraucher und damit zur Wertschöpfung bei Herstellung und Handel bei. Die EU-Kommission habe aufgrund ihrer ursprünglichen Vorschläge zur Reform der Weinmarktordnung erkennen lassen, dass sie die besondere Stellung des Weines unter den Agrarprodukten nur eingeschränkt unterstütze. „Deshalb ist der massive Widerstand, den Deutschland, die Bundesländer und die deutsche Weinwirtschaft gegen die Reformvorschläge aufgebracht haben, notwendig gewesen“, betonte der Staatssekretär. Die EU-Agrarminister hätten jedoch einen tragbaren Kompromiss gefunden.
Positiv wertete Englert, dass Finanzmittel in den nationalen Finanzrahmen überführt werden sollen. Zudem werde die seit Jahrhunderten praktizierte Anreicherung mit Saccharose beibehalten. Die Anreicherungsspanne werde nur geringfügig reduziert. Das für Deutschland wichtige Qualitätsweinsystem bleibe erhalten - dies werde im Verordnungstext ausdrücklich sichergestellt. „Die Liebhaber deutscher Weine findet weiterhin unsere klassischen Qualitäts- und Herkunftsangaben. Gleichzeitig wird den Weinbauregionen ermöglicht, neue Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung einzuführen und erfolgreich zu vermarkten“, erläuterte der Staatssekretär. An den Rechtstexten werde zurzeit intensiv gearbeitet. Die rheinland-pfälzische Landesregierung werde diesen Prozess aufmerksam begleiten.
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