Ministerpräsident Beckstein reist in die Golfregion
Ministerpräsident Beckstein reist mit hochkarätiger Wirtschafts- und
Wissenschaftsdelegation in die Golfregion / Politik als wichtiger Türöffner für einen der interessantesten Zukunftsmärkte weltweit / Treffen mit den politischen Spitzen von Saudi Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten
München. (red). 13. März 2008. Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein reist am Freitag, 14. März 2008, in die Boomstaaten auf der arabischen Halbinsel. Erstmals seit 22Jahren besucht damit wieder ein Bayerischer Ministerpräsident Saudi Arabien und die Nachbarregion am Golf. Begleitet wird Beckstein von Spitzenrepräsentanten der bayerischen Hochschulen sowie einer großen Wirtschaftsdelegation, der sowohl Spitzenmanager großer Konzerne als auch hochrangige Vertreter mittelständischer Unternehmen angehören.
Politische Höhepunkte sind die Treffen mit den Spitzen des Staates und der Regierung in Saudi Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten Abu Dhabi und Dubai. Die beiden Delegationen werden von den jeweiligen Fachministern, Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel und Wirtschaftsministerin Emilia Müller, angeführt.
Die erste große Auslandsreise von Ministerpräsident Beckstein steht ganz im Zeichen der enormen Investitionen, mit denen sich die Staaten in der Golfregion für die "Zeit nach dem Öl" rüsten und die große Chancen für die bayerische Wirtschaft bieten. Zu Recht gilt diese Region, so Beckstein, als einer der interessantesten Zukunftsmärkte weltweit. Die Golfstaaten werden in den nächsten Jahren massiv in neue Wirtschaftssektoren, in moderne Infrastruktur sowie in leistungsfähige Gesundheits- und Energiesysteme investieren. Saudi Arabien beispielsweise will allein in den
nächsten zehn bis 15 Jahren mehr als 600 Milliarden Dollar für Infrastrukturprojekte vom Straßenbau über die Wasserversorgung bis hin zu neuen Krankenhäusern bereitstellen und zugleich mehrere Hundert Milliarden Dollar in Wirtschaftsprojekte auf der ganzen Welt anlegen.
Beckstein: "Wir werden Bayern, seine Unternehmen und seine Hochschulen als hervorragende und leistungsstarke Partner für die Golfregion präsentieren. Zentrales Ziel meiner Reise ist es, auf hoher Staatsebene Türen zu den arabischen Partnern zu öffnen. Das Zusammenführen von Fortschritt und Tradition, für das Bayern in
besonderer Weise steht, wird gerade auch von den Ländern am Golf als richtiger Zukunftsweg angesehen."
Für die Golfstaaten gilt, so Beckstein: "Wer sich bei der wirtschaftlichen, technologischen und bildungspolitischen Entwicklung engagiert und präsent ist, dem öffnen sich die Märkte."
Beckstein unterstrich, dass die bayerischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen für eine enge Zusammenarbeit bestens gerüstet sind.
Saudi Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate sind nach den Worten Becksteins aber nicht nur reiche, sondern auch sehr junge Länder, die künftig auch den Sprung in die moderne Wissensgesellschaft schaffen wollen. Neben Reformen zur Modernisierung und zur Leistungssteigerung des allgemeinen Schulsystems setzen die Golfstaaten verstärkt auch auf prestigeträchtige Forschungs-, Hochschul- und
Kulturprojekte. Ein zweiter Schwerpunkt der Arabienreise ist deshalb laut
Beckstein der Ausbau der Beziehungen in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Entwicklung. Beckstein wird konkret für eine enge und verstärkte Zusammenarbeit auf diesen Gebieten mit den Ländern am arabischen Golf werben und dazu auch konkrete Vereinbarungen zwischen der TU München, der Uni Regensburg, der FAU Erlangen-Nürnberg und verschiedenen universitären und außeruniversitären Partner in den
Golfstaaten voranbringen.
Abschließend machte der Ministerpräsident im Vorfeld seiner Reise auch deutlich, dass der politische und interkulturelle Dialog zwischen Orient und Okzident für ein gegenseitiges Verstehen und ein friedliches Miteinander von Islam und Christentum heute wichtiger denn je ist. Auch dazu soll diese Reise mit einer Vielzahl von Gesprächen und Kontakten einen Beitrag liefern.
Folgendes Besuchsprogramm ist vorgesehen:
Am Freitag, 14. März 2008, 18.25 Uhr, wird Ministerpräsident Beckstein in Riad, der Hauptstadt Saudi Arabiens, seine Reise starten. Nach der Ankunft am Flughafen wird die Delegation durch den Deutschen Botschafter Jürgen Krieghoff begrüßt.
Am Samstag, 15. März 2008, 11.00 Uhr, besucht Ministerpräsident Beckstein die Baustellen für die King Abdullah Economic City - eine neue Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt am Roten Meer und eines der faszinierendsten aktuellen Großprojekte in Saudi-Arabien.
Um 13.00 Uhr besichtigt Ministerpräsident Beckstein die Großbaustelle der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST). Bereits Mitte Januar hat die TU München mit dieser neuen High-Tech-Universität ein Kooperationsabkommen über verschiedene innovative Forschungsprojekte gestartet, das jetzt mit Leben gefüllt werden soll. Die KAUST ist eine der weltgrößten Universitätsstiftungen (derzeit Bauvolumen 6 Milliarden US Dollar). Kooperationen mit renommierten
Forschungsinstituten aus verschiedenen Kontinenten sind bereits vereinbart. Mit dem Bau der Universitätsanlage am Ufer des Roten Meeres wurde bereits begonnen. Im September 2009 soll der Campus eingeweiht werden, der sich über 36 Millionen Quadratmeter am Roten Meer erstreckt.
Um 19.30 Uhr gibt Ministerpräsident Beckstein gemeinsam mit Frau Marga Beckstein einen Bayerischen Abend im Rahmen der Deutschen Kulturwochen in Saudi-Arabien in der Residenz des Botschafters in Riad.
Die musikalische Umrahmung des Abends erfolgt durch die Hinterberger Musikanten.
Am Sonntag, 16. März 2008 wird Ministerpräsident Beckstein mit höchsten Repräsentanten des Königreichs Saudi-Arabien zusammentreffen.
Höhepunkte bilden dabei um 14.30 Uhr ein politischer Meinungsaustausch mit dem Staatsoberhaupt König Abdallah bin Abdulaziz Al Saud sowie dem Verteidigungsminister Kronprinz Sultan bin Abdulaziz Al Saud um 14.00 Uhr und dem Gouverneur der Region Riad Prinz Salman bin Abdulaziz um 10.00 Uhr. Außerdem stehen Gespräche mit dem Wirtschafts- und Planungsminister Khalid bin Muhammad Al-Qusaybi um 11.00 Uhr sowie
dem Bildungsminister Khalid bin Muhammad Al-Anqari um 9.00 Uhr auf dem Programm.
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